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McKinsey sieht größtes ungenutztes Potenzial bei elektronischer Patientenakte

Eine aktuelle Analyse von McKinsey offenbart ein ungenutztes wirtschaftliches Potenzial von rund 80 Milliarden Euro jährlich durch digitale Gesundheitstechnologien und künstliche Intelligenz in Deutschland, wobei die elektronische Patientenakte den größten Hebel darstellt.

Von Redaktion GesundheitsSchutzZeitung · 7. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

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McKinsey sieht größtes ungenutztes Potenzial bei elektronischer Patientenakte
Mit KI erstelltes Bild (Pollinations/FLUX)

Das Wichtigste - Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens steht nach wie vor vor massiven Herausforderungen, doch das wirtschaftliche und medizinische Versprechen - Das Handelsblatt berichtete am 7. - Aus Sicht der Redaktion von GesundheitsSchutzZeitung greift die Debatte um die elektronische Patientenakte zu kurz, wenn sie sich lediglich auf administrative

Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens steht nach wie vor vor massiven Herausforderungen, doch das wirtschaftliche und medizinische Versprechen digitaler Technologien bleibt enorm. Laut einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey, die im Oktober 2026 veröffentlicht wurde, schlummert in digitalen Anwendungen und künstlicher Intelligenz ein jährliches Wertschöpfungs- und Einsparpotenzial von bis zu 80 Milliarden Euro. Besonders im Fokus der Experten steht dabei die elektronische Patientenakte (ePA), die als zentraler digitaler Knotenpunkt des gesamten Systems identifiziert wurde und das größte bislang ungenutzte Potenzial aufweist.

Das Handelsblatt berichtete am 7. Oktober 2026 unter Berufung auf die McKinsey-Studie, dass die konsequente Durchdringung des Gesundheitssektors mit modernen Technologien nicht nur die Effizienz drastisch steigern, sondern vor allem die Behandlungsqualität für Millionen von Patientinnen und Patienten verbessern kann. Im Zentrum der Betrachtung steht die elektronische Patientenakte, deren flächendeckende und reibungslose Nutzung von den Beratern als Fundament für alle weiteren digitalen Innovationen angesehen wird. Trotz schrittweiser Einführungen in der Vergangenheit krankt das System jedoch nach wie vor an Akzeptanzproblemen bei Ärzten, technischen Hürden und unzureichenden Schnittstellen zwischen den verschiedenen Sektoren der medizinischen Versorgung.

Aus Sicht der Redaktion von GesundheitsSchutzZeitung greift die Debatte um die elektronische Patientenakte zu kurz, wenn sie sich lediglich auf administrative Einsparungen reduziert. Das von McKinsey bezifferte Potenzial von 80 Milliarden Euro jährlich verdeutlicht, dass die Verzahnung von digitaler Patientenakte, sektorenübergreifender Datenverfügbarkeit und KI-gestützter Diagnostik einen Paradigmenwechsel darstellt. Während in der Vergangenheit isolierte Insellösungen dominierten, zeigt die Analyse, dass der volkswirtschaftliche und gesundheitliche Nutzen exponentiell wächst, je nahtloser die Datenströme fließen. Die elektronische Patientenakte fungiert hierbei als essenzieller Datenspeicher, der ohne Medienbrüche und Doppeluntersuchungen die klinische Entscheidungsfindung revolutionieren kann.

Die konkreten Implicaciones dieser Entwicklung spürbar in den kommenden Monaten und Jahren differenziert nach Akteursgruppen wie folgt aus:

Für die Haushalte und Patientinnen und Patienten bedeutet die erfolgreiche Umsetzung im kurz- bis mittelfristigen Horizont eine deutliche Entlastung im Praxisalltag. Weniger administrative Bürokratie bei Überweisungen, der Wegfall doppelter Röntgenaufnahmen oder Laboruntersuchungen durch die zentrale Verfügbarkeit in der elektronischen Patientenakte sowie eine höhere Therapiesicherheit durch den Ausschluss von Medikationsfehlern stehen im Vordergrund. Langfristig profitieren Versicherte zudem von stabileren Krankenkassenbeiträgen, sofern die Effizienzgewinne an die Versichertengemeinschaft zurückgegeben werden.

Für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, insbesondere Software-Entwickler, Medizintechnikhersteller und Betreiber von Praxisinformationssystemen, eröffnet das Milliardenpotenzial massive Marktchancen. Firmen, die es schaffen, kompatible und nutzerfreundliche Schnittstellen zur elektronischen Patientenakte anzubieten, werden zu den großen Gewinnern des digitalen Umbruchs gehören. Gleichzeitig wächst der Druck auf diejenigen Unternehmen, die veraltete proprietäre Systeme pflegen, da der Markt zunehmend offene Standards und interoperable Lösungen fordert.

Für Investoren und Venture-Capital-Geber im Bereich Digital Health bietet die McKinsey-Analyse eine klare Richtungsweisung. Investitionen verlagern sich verstärkt weg von reinen Diagnose-Apps hin zu Plattformtechnologien, die die Integration von KI in die bestehenden Strukturen der elektronischen Patientenakte erleichtern. Das Risiko von Fehlinvestitionen sinkt, da der regulatorische Rahmen in Deutschland durch gesetzliche Vorgaben zur Digitalisierung enger gesteckt ist und eine langfristige Nachfrage garantiert.

Für Regierungen und politische Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene bedeutet das aufgezeigte Potenzial von 80 Milliarden Euro einen enormen Handlungsdruck. Es reicht nicht aus, die elektronische Patientenakte lediglich gesetzlich zu verordnen; es bedarf einer aktiven Begleitung der Implementierungsphase. Dazu gehören schärfere Sanktionen bei Blockaden durch ärztliche Verbände oder Verwaltung, gezielte finanzielle Anreize für die Digitalisierung von Praxen sowie eine konsequente Aufklärungskampagne für die Bevölkerung, um das Vertrauen in den Datenschutz und die Datensicherheit der elektronischen Patientenakte nachhaltig zu stärken.

Die tiefgreifende Transformation des Gesundheitssektors durch digitale Werkzeuge berührt zudem fundamentale Fragen des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung, die im öffentlichen Diskurs oft kontrovers geführt werden. Während die McKinsey-Studie primär die ökonomischen Effekte und die Steigerung der medizinischen Produktivität in den Vordergrund stellt, müssen ethische und sicherheitstechnische Aspekte adäquat flankiert werden, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die elektronische Patientenakte nicht zu gefährden. Jede Datenvernetzung birgt potenzielle Risiken im Bereich der Cybersecurity, weshalb Investitionen in modernste Verschlüsselungstechnologien und dezentrale Speicherarchitekturen unerlässlich sind. Die deutsche Ärzteschaft und die Kassenärztlichen Vereinigungen stehen hierbei in der Verantwortung, administrative Hürden abzubauen und als Multiplikatoren für die Aufklärung der Patienten zu agieren. Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich, dass Länder mit einer konsequent digitalisierten Gesundheitsinfrastruktur deutlich resilienter auf Krisen reagieren und dem demografischen Wandel effektiver begegnen können. Die von McKinsey analysierten 80 Milliarden Euro verdeutlichen somit nicht nur ein rein finanzuelles Optimierungsziel, sondern spiegeln die volkswirtschaftlichen Kosten eines veralteten, bürokratischen und fragmentierten Gesundheitssystems wider. Eine erfolgreiche Implementierung der elektronischen Patientenakte bis in den letzten Winkel der ambulanten und stationären Versorgung hinein wird folglich als entscheidender Lackmustest für die Innovationsfähigkeit des Standorts Deutschland im globalen Wettbewerb gewertet.

Quellen
  • heise online — Digital Health: McKinsey sieht 80 Milliarden Euro ungenutztes Potenzial pro Jahr (2026-10-07)

Erstellt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz unter redaktioneller Aufsicht. Quellen automatisiert geprüft. Wie wir arbeiten

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